Im Feuer der tanzenden Stille wird trotz Fertigstellung im Mai 2020 aufgrund der derzeitigen Situation vorerst nicht im Kino zu sehen sein. Der Film wird aber im Sommer im Rahmen von privaten Online-Screenings gezeigt. Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an imfeuerdertanzendenstille(at)posteo(punkt).de oder nutzen Sie das Kontaktformular.

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Dieser Film ist eine Ode an die Kraft der Stille, ein Andachtslied an das Leben, ein Tanz mit der Würde. Eine feurige Besinnung auf die Kraft unserer Verantwortung. Es ist ein Liebesgedicht, angeregt durch das rebellische Leben einer großmütigen Inderin.

Logline
Wäre ein friedvolleres, kreativeres Leben auf unserem Planeten möglich? In einer Zeit, in der der Zustand des Planeten laut zu uns spricht und fragt: Was ist uns das Leben, das Lebendige wert? Und was ist uns noch heilig? Diese Fragen führte die Regisseurin zur indischen Mystikerin, Philosophin und Grassroots-Aktivistin Vimala Thakar (1921 – 2009). Eine Begegnung, die ihr Leben tief inspiriert und verändert hat. Fast zwanzig Jahre später stellt sie das tiefgründige Werk dieser faszinierenden Frau in den Kontext unserer Zeit und setzt ihren dringlichen Aufruf zum ganzheitlichen Denken und Handeln in ein filmisches Kunstwerk um.

Synopsis
Der Film Im Feuer der tanzenden Stille – Reflexionen mit Vimala Thakar zeichnet das Porträt und den beeindruckenden Lebensweg einer unabhängigen Inderin, die in der Hinwendung zum inneren Leben das Potential der Veränderung des menschlichen Zusammenlebens sah.

Wir begegnen einer Suchenden, die trotz gesellschaftlicher Widerstände Mitte des 20. Jahrhunderts in Indien die indischen Veden und Upanishaden, sowie Sanskrit studierte. Leidenschaftlich strebte sie nach ihrem eigenen sprachlichen Ausdruck, um ihre Herzensangelegenheit des inneren und äußeren Friedens anderen Menschen zu vermitteln. Auf einer gemeinsamen Reise mit der Regisseurin begegnen wir Vimala Thakar als junge Frau.

Unbeeindruckt von mehreren Heiratsanträgen schließt sie sich Vinoba Bhaves friedlicher Landreformbewegung in Indien an. Und gemeinsam mit hunderten von Mitstreiter*innen ging sie zu Fuß durch ganz Indien, um reiche Großgrundbesitzer davon zu überzeugen, einen Teil ihres Bodens an arme Bauern zu verschenken, damit diese sich eine Existenz aufbauen konnten. Es war und ist weltweit eine der wenigen gewaltfreien Revolutionen, bei der die Menschen aus Gründen der Mitmenschlichkeit Land abgaben, ohne dass eine machtvolle Instanz sie dazu zwang. Aufgrund eines Autounfalles musste Vimala Thakar ihr Engagement jedoch beenden. Ihr Treffen mit dem Philosophen und Autor Jiddu Krishanmurti veränderte ihr Leben auf radikale Weise und sie erkannte endgültig, was für sie über Jahre hinweg immer spürbarer wurde: dass nur die innere Arbeit und eine Transformation des eigenen Bewusstseins, der inneren Gewalt und Aggression in der Welt, etwas entgegensetzen können. Sie entschied sich, den inneren Weg ganz zu gehen und wurde sehr bald nach Europa, Südamerika und Indien eingeladen, wo sie Vorträge und Seminare zur inneren Transformation hielt.

Wir begegnen einer weisen Frau, die unaufhörlich bis zu ihrem Tod für soziale Gerechtigkeit und die Bildung junger Menschen in Indien kämpfte. Inspiriert von Gandhi und seinem Aufruf zum gewalt- freien und kreativen Widerstand wurde sie eine eigenständige Erforscherin und Praktizierende des Lebens und der Nächstenliebe. Besonders wichtig war es ihr, keine Lehrerin, also keine Autorität, zu sein, sondern den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.

Mit dieser kollaborativen und kreativen Art praktizierte sie ganz intuitiv eine weibliche Art der Führung, welche im Film auch gezeigt wird. Über 30 Jahre hinweg bereiste sie Indien und die ganze Welt, traf sich mit tausenden von Menschen und leitete hunderte Sozialarbeiter*innen-Camps in Indien. Zu Lebzeiten Vimalas wurden 92 Bücher in Englisch, 29 Bücher in Marathi, 123 Bücher in Gujarati und 47 Bücher in Hindi veröffentlicht und in weitere europäische Sprachen übersetzt. Dies verdeutlicht die Verbreitung ihrer Schriften im asiati-schen, europäischen und amerikanischen Raum. Da sie sich stark vor Ruhm und Medienpräsenz scheute, blieb sie im globalen Mainstream im Vergleich zu anderen spirituellen Aktivisten*innen, relativ unbekannt.

Angesichts der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ruft Vimala dazu auf, dass unser Leben Ausdruck einer neuen Dynamik menschlicher Beziehungen, einer neuen Kultur sein müsse, die auf innerer Besonnenheit beruht. Sie ermutigt uns — angesichts der Erfahrung von Sinnlosigkeit und Sinnentleertheit in einer von uns erschaffenen, globalisierten und technologisierten Welt — in Stille und Kontemplation neue Kraft zu finden. Wir sind aufgefordert, neue Formen des Zusammenlebens zwischen Menschen und mit der Natur zu erdenken und zu gestalten.

Der fast zweistündige Film ist eine Einladung, tiefer in uns hinein zu sinken und mit wiederbelebter Neugier für das Leben einen anderen Blick auf uns selbst und die Welt zu wagen. In diesem kontemplativen Raum wird die Dominanz des Wissens und Denkens in Frage gestellt und ein non-verbales Erforschen des Daseins tritt in den Vordergrund.

Bio- und Filmografie Regisseurin

Renata Keller ist Filmemacherin und Dialogbegleiterin. Sie lebt in Berlin und der Schweiz und arbeitet seit 30 Jahren im Bereich der künstlerischen Gestaltung. Bis Ende 2018 war sie Geschäftsführerin und Art-Direktorin der philosophischen deutschen Zeitschrift „evolve – Magazin für Bewusstsein und Kultur“. Nach ihrem Master-Abschluss in Applied Imagination an der Kunsthochschule in London (University of Arts) in 2006 nahm sie ein weiterführendes Studium der Dokumentarfilmregie in London auf.

Ihre lebenslange Auseinandersetzung mit spirituellen und philosophischen Fragen und ihr Interesse an der Entwicklung von Frauen brachte sie in Kontakt mit der Arbeit der amerikanischen Frau- enhistorikerin Gerda Lerner. Inspiriert von deren Werk entstand der Film Warum Frauen Berge besteigen sollten (2016). Im Film Echte Heilung findet in Freiheit statt (2019) begleitet die Regisseurin den Biochemiker Dr. Roger Kalbermatten bei seiner Forschungsarbeit rund um die heilende Kraft der Natur. Ihr Treffen mit Vimala Thakar und die Fragen zu den Werten der heutigen Zeit ließen die Idee zum aktuellen Film Im Feuer der tanzenden Stille Reflexionen mit Vimala Thakar in ihr reifen. In Berlin leitet sie mehrere Salons und gibt weltweit verschiedene Dialogseminare.

Credits
Director and Producer Renata Keller
Sound & Music Composition Fabian Koppri
Music Composition Jyothi Anand
Camera Renata Keller, Monilal Padavor, Arun Alakode
Editor Renata Keller
Editing Consultant Raquel Martins
Colour Grading Sergi Sanchez

Länge: 110min
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch

Produktion
Vertical Impulse
verticalimpulse.de
Motzstraße 53
10777 Berlin
imfeuerdertanzendenstille(at)posteo(punkt).de

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